Auf dem Schützenfest der 53er wurde zu Pfingsten 1981 ein lange Zeit in Vergessenheit geratener alter Brauch, aus den Gründerjahren des Schützenvereins, wieder ins Leben gerufen:

das Runkelschießen.

 
Am Dienstag, nach 3 Tagen Schützenfest, treffen sich Nachmittags die Offiziere und der Vorstand um nach getaner Arbeit noch einmal so richtig zu feiern und wie vor vielen Jahren mit einer selbst gebastelten Fletsche auf eine Runkel zu schießen.

Der Schütze, der die Runkel von der Stange holt, ist Runkelkönig.

Um diese Würde wird hart gerungen. Der Andrang der Anwärter ist so groß, dass nicht alle mit Ihren Fletschen an den Schießstand passen.

Und so wird in Zweierreihen á 10 Schützen angetreten.

Es kommt schon mal vor, dass einer nicht mit dem Fletschen aufhören will und von seinem Hintermann gewaltsam entfernt werden muss.

Der neue Runkelkönig darf, wie es sich für einen König gehört, aus den Reihen der anwesenden Frauen eine Königin aussuchen, die diese Ehre nicht ablehnen darf.